«Was kostet eigentlich eine Website?» ist meist die erste Frage – und die ehrlichste Antwort lautet: Es kommt darauf an, was die Seite leisten soll. Ein digitales Schaufenster ist schnell und günstig gemacht. Eine Website, die verlässlich Anfragen bringt, ist eine Investition, die sich rechnen muss.
Was kostet eine Website in der Schweiz?
In der Schweiz bewegen sich die Preise für eine KMU-Website je nach Weg zwischen wenigen Franken pro Monat und mehreren Tausend Franken einmalig. Ausschlaggebend sind vor allem der Umfang und die Frage, wie viel Sie selbst übernehmen. Grob lassen sich drei Wege unterscheiden.
Website mit einem Baukasten selbst erstellen
Anbieter wie Wix, Jimdo oder Squarespace arbeiten mit fertigen Vorlagen und einem monatlichen Abo, meist zwischen CHF 15.– und 40.–. Der Einstieg ist günstig, doch die Arbeit – Struktur, Texte, Bilder, Suchmaschinen-Optimierung – bleibt an Ihnen hängen. Für ein einfaches Schaufenster reicht das; sobald es individueller oder professioneller werden soll, stossen Baukästen schnell an ihre Grenzen.
Website von einer Freelancerin erstellen lassen
Freischaffende Webdesignerinnen und -designer bauen Ihnen einen individuellen Auftritt, oft zu fairen Konditionen. Für eine kleinere KMU-Website liegen die einmaligen Kosten meist zwischen CHF 1'000.– und 4'000.–. Sie profitieren von persönlichem Kontakt, sind aber stärker von der Verfügbarkeit einer einzelnen Person abhängig – etwa bei Ferien, Krankheit oder späteren Anpassungen.
Website von einer Agentur erstellen lassen
Eine Agentur liefert Design, Text, Technik, SEO und Hosting aus einer Hand und denkt den ganzen Auftritt zusammen. Die Preisspanne ist breit: von rund CHF 1'500.– für einen schlanken Auftritt bis über CHF 10'000.– für umfangreiche Projekte. Auf KMU spezialisierte Agenturen starten dabei bewusst tiefer als klassische Werbeagenturen.
Ein häufiges Missverständnis: Baukasten und Content-Management-System (CMS) sind nicht dasselbe. Ein Baukasten wie Wix hält Sie im geschlossenen System des Anbieters. Ein CMS wie WordPress – wie es viele Freelancer und Agenturen einsetzen – gehört Ihnen und lässt sich später frei erweitern oder zu einem anderen Anbieter umziehen. Fragen Sie deshalb nach, auf welcher Technik Ihre Website läuft und ob Sie diese jederzeit mitnehmen können.
Vorsicht bei Dumpingangeboten: Eine «komplette Website für CHF 199.–» klingt verlockend, endet aber oft bei einer Vorlage ohne Beratung, ohne Schweizer Ansprechpartner und mit Texten, die niemand für Sie schreibt. Für einen Auftritt, der Ihr Unternehmen ernsthaft vertreten soll, ist das selten eine tragfähige Grundlage.
| Variante | Geeignet für | Kosten |
|---|---|---|
| Baukasten (selbst gebaut) | Einfaches Schaufenster, viel Eigenleistung | ab CHF 15.–/Mt. |
| Freelancer:in | Kleinere Projekte, persönlicher Kontakt | CHF 1'000–4'000.– |
| Agentur | Kompletter Auftritt inkl. SEO & Betreuung | CHF 1'500–10'000.– |
Was den Preis am Ende bestimmt: die Anzahl Seiten, wie viele Texte und Fotos neu entstehen, ob der Auftritt mehrsprachig sein soll (in der Schweiz oft Deutsch, Französisch, Italienisch oder Englisch) und ob Sonderfunktionen wie Terminbuchung, Formulare oder ein Shop dazukommen. Ob Ihre bestehende Seite mithält, zeigt der kostenlose Website-Check in unter 60 Sekunden.
Baukasten, Freelancer oder Agentur – was passt?
Die Kostenfrage allein entscheidet selten. Wichtiger ist, wie viel Zeit Sie investieren möchten und wie geschäftskritisch die Website ist.
Ein Baukasten lohnt sich, wenn Sie gestalterisches Gespür und Zeit mitbringen und die Seite vor allem als Visitenkarte dient. Eine Freelancerin ist ideal für überschaubare Projekte mit persönlicher Betreuung und knapperem Budget. Eine Agentur spielt ihre Stärke aus, wenn die Website messbar Kunden bringen, professionell wirken und langfristig gepflegt werden soll – ohne dass Sie sich um Technik kümmern müssen.
Ablauf: So entsteht Ihre Website Schritt für Schritt
Ein sauber geführtes Projekt ist planbar. Auch wenn jeder Anbieter etwas anders arbeitet, folgt ein professionelles Website-Projekt meist diesen Schritten:
- Erstgespräch & Offerte: Ziele, Umfang und Budget werden geklärt. Sie erhalten eine transparente Offerte mit Festpreis.
- Konzept & Struktur: Welche Seiten braucht es, welche Inhalte, welcher Weg führt zur Anfrage? Hier entsteht das Gerüst.
- Design: Gestaltung passend zu Ihrer Marke – Sie sehen einen Entwurf und geben ihn frei, bevor gebaut wird.
- Texte & Inhalte: Texte, Bilder und Ihre Leistungen werden aufbereitet. Gute Anbieter unterstützen Sie beim Texten.
- Umsetzung & Technik: Die Seite wird gebaut, für Mobilgeräte optimiert und technisch sauber für Google vorbereitet.
- Testing & Go-live: Prüfen auf allen Geräten, dann geht die Website online – inklusive Betreuung, wenn Sie möchten.
Zeitlich sollten Sie für einen One-Pager rund ein bis zwei Wochen rechnen, für einen mehrseitigen Auftritt eher vier bis acht Wochen. Der grösste Faktor sind meist Ihre Inhalte und Rückmeldungen – nicht die Technik.
Ihr eigener Aufwand hält sich dabei in Grenzen: Sie liefern Informationen zu Ihrem Angebot, stellen vorhandene Fotos bereit, wählen aus Vorschlägen aus und geben die Entwürfe frei. Aufbau, Umsetzung und die technische Vorbereitung für Google übernimmt der Anbieter.
Worauf Sie bei der Anbieterwahl achten sollten
Ein tiefer Preis nützt wenig, wenn danach niemand erreichbar ist oder Ihnen die Website nicht wirklich gehört. Diese Punkte trennen seriöse Anbieter von riskanten Angeboten:
- Transparente Offerte mit Festpreis statt schwammiger Stundenschätzung.
- Echte Referenzen und Beispiele – idealerweise aus Ihrer Branche.
- Klar geregelt, dass Domain, Inhalte und Website Ihnen gehören.
- Mobil-optimiert und schnell ladend – die Mehrheit sucht am Handy.
- Suchmaschinen-Optimierung von Anfang an mitgedacht, nicht als teurer Zusatz.
- Betreuung und Erreichbarkeit auch nach dem Go-live.
- Schweizer Ansprechpartner und Datenschutz nach Schweizer Recht (DSG).
Laufende Kosten: Hosting, Wartung und Updates
Mit dem Go-live ist es nicht ganz getan. Eine Website will betrieben und gepflegt werden. Diese wiederkehrenden Posten sollten Sie einplanen:
- Domain: Ihre Internetadresse (z. B. .ch) kostet je nach Endung rund CHF 10.– bis 20.– pro Jahr.
- E-Mail-Adresse: Eine professionelle Adresse mit eigener Domain (z. B. name@ihrefirma.ch) wirkt seriöser als eine Gmail-Adresse und ist meist im Hosting enthalten.
- Hosting: Der Speicherplatz, auf dem die Website läuft – inklusive SSL-Zertifikat und Backups.
- Wartung & Updates: Sicherheits-Updates, kleine Anpassungen und technische Betreuung, damit die Seite verlässlich läuft.
Bei NordPixel gibt es Hosting und Betreuung auf Schweizer Servern – inklusive SSL, täglichen Backups und kleinen Anpassungen – ab CHF 39.–/Monat, monatlich und jederzeit kündbar. So bleiben die laufenden Kosten überschaubar und ohne Abo-Zwang.
Wann sich eine professionelle Website lohnt
Nicht jeder braucht die grosse Lösung. Für ein reines Hobby oder eine vorübergehende Aktion kann ein Baukasten genügen. Sobald aber die Website Kundinnen und Kunden gewinnen soll – Anfragen, Termine, Offerten – zahlt sich ein professioneller Auftritt in der Regel rasch aus.
Besonders für lokale Dienstleister ist die Website oft der wichtigste Erstkontakt – etwa bei Websites für Elektriker, im Gartenbau oder in einer Autogarage. Wer in seiner Region gefunden werden will, kombiniert die Website mit Local SEO für KMU: klar benannte Leistungen, ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil und echte Bewertungen.
Ein Rechenbeispiel: Kostet ein mehrseitiger Auftritt einmalig CHF 1'390.– und bringt er im Jahr drei zusätzliche Aufträge à CHF 800.–, stehen dem Aufwand CHF 2'400.– Mehrumsatz gegenüber – und das Jahr für Jahr. Bei höherwertigen Dienstleistungen genügt oft schon ein einziger neuer Auftrag, um die Website zu finanzieren.
Häufige Fehler, wenn man eine Website erstellen lässt
- Nur auf den Preis schauen – und dann ohne Betreuung dastehen.
- Domain oder Hosting laufen auf den Anbieter statt auf Sie selbst.
- Kein klares Ziel: schön gestaltet, aber niemand weiss, wie er Sie erreicht.
- Suchmaschinen-Optimierung wird vergessen – die Seite bleibt unsichtbar.
- Nicht für Smartphones optimiert, obwohl die Mehrheit mobil sucht.
- Keine Pflege nach dem Go-live: Inhalte und Fotos veralten schnell.
Die gute Nachricht: Diese Fehler lassen sich alle vermeiden, wenn Sie die richtigen Fragen stellen und einen Anbieter wählen, der langfristig für Sie erreichbar bleibt.